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Reger-Nacht Teil I

In der Reger-Nacht wird in den den drei zentral gelegenen Kirchen Kiels (Ansgarkirche, Nikolauskirche, Nikolaikirche) zwischen halb acht und Mitternacht der Facettenreichtum des Regerschen Œuvres vom Solostück bis zum großen Chorwerk hörbar gemacht. Getränke und Kleinigkeiten zur Stärkung gibt es in den Pausen sowie einen Shuttleservice für all diejenigen, für die die Wege zwischen den Kirchen zu weit sind.

Datum: Sa. 08.10.
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: St. Ansgarkirche, Holtenauer Str. 91 in Kiel
Werke: Reger: Orgelphantasie und Fuge über B.A.C.H. b-Moll op. 46
Reger: Drei Chöre mit Klavier op. 6
Klavierquartett Nr. 1 h-Moll op. 2
Wilhelm Stenhammar: „Vårnatt“ für Klavier und Chor
Mitwirkende: Madrigalchor Kiel - Friederike Woebcken, Dirigentin
Sofia Gülbadamova, Klavier
Maximilian Lohse, Violine
Marie Yamanaka, Viola
Andreas Koller, Orgel
Veranstalter: Musikfreunde Kiel
Heiligengeistgemeinde Kiel
Preise: Reger-Karte (für alle drei Reger-Nacht-Konzerte)
24€ / 21€ ermäßigt / 9€ für Schül./Stud.
Einzelkarte 12€ / 10€ ermäßigt / 5€ für Schül./Stud.
Es steht ein Shuttlebus für die Fahrt von der Ansgarkirche zur St. Nikolauskirche für diejenigen bereit, die nicht so gut zu Fuß sind.  

Beschreibung

Programmhinweise

Die Chöre op. 6 sind Adalbert Lindner (1860-1946) gewidmet, der Max Reger den ersten Klavierunterricht erteilte. Das 1892 entstandene Werk (Reger war erst 22 Jahre alt) ist mit seinen weichen Spielfiguren des Klaviers, der ruhigen Bewegtheit der Singstimmen und der versonnenen Stimmung noch ganz dem Vorbild Brahms verhaftet.

Die kurze Komposition „Vårnatt“ (Frühlingsnacht) für Chor und Klavier von Wilhelm Stenhammar (1871-1927) ist eine „Delikatesse“ im schwedischen Chorrepertoire. Der schwedische Reger-Zeitgenosse Stenhammar galt als der herausragendste Pianist seiner Zeit. Der brilliante Klavierpart trägt mit zu der berührenden Wirkung dieser Komposition bei. Stenhammars musikalische Interpretation des Gedichtes von Oscar Levertin (1862-1906), einem typischen Vertreter des schwedischen Naturalismus, ist sensibel und einfühlsam.

Sein erstes Klaviertrio h-Moll op. 2 komponierte Max Reger 1891 mit der ungewöhnlichen Besetzung für Violine, Bratsche und Klavier. Es gehört zu seinen besonderen Frühwerken und steht im Schatten des großen Klaviertrios op. 102.

Die Orgelphantasie und Fuge über B.A.C.H. b-Moll op. 46 entstand im Jahr 1900. Was Reger diesen vier Tönen abgewinnt, ist gigantisch: Schon die Kompositionen von Schumann und Liszt geizen nicht mit Einfällen und beleuchten den Nachnamen Johann Sebastian Bachs auf unterschiedlichste Weise. Was aber Reger an Ausdruck, Kraft, Virtuosität und Innigkeit in dieses Werk legt, ist ergreifend und berührend. Die ausladende Phantasie zeigt Reger auf dem Höhepunkt seiner kompositorischen Meisterschaft mit ekstatischen Ausbrüchen in überbordender Virtuosität. Die Fuge, die mit dem Viertonmotiv als Thema sehr langsam und leise beginnt, steigert sich in Bewegung und Lautstärke, ein zweites, bewegteres Thema tritt hinzu und führt dann in der Verbindung mit dem ersten Thema in immer neuen Steigerungen zu einem kraftvoll-hymnischen Abschluss.

Karten:
www.theater-kiel.de

info[at]musikfreunde-kiel.de

Links:
Marie Yamanaka
Maximilian Lohse
Sofja Gülbadamova
Madrigalchor Kiel 
Andreas Koller